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    Sprechzeiten:

    Mo - Fr 08.00 - 12.00 Uhr
    Di + Do 14.00 - 18.00 Uhr

    (nach Voranmeldung)


    Adresse:

    Rethelstr. 3
    40237 Düsseldorf (Zoo)

    Tel. 0211 - 68 36 37

    info@dr-reinauer.com
  • Informatives: Allergien: Eine Übersicht
    Roggen
    Die Häufigkeit allergischer Erkrankungen
    und der allergischen Bereitschaft (Atopie)
    nimmt in der Bevölkerung weltweit seit 20
    Jahren stetig zu, korrespondierend hierzu
    die atopische Dermatitis (Neurodermitis).
    Derzeit geht man von 30 Millionen Aller-
    gikern in Deutschland aus, wobei Kinder
    deutlich häufiger betroffen sind als Erwachsene.
    Nahrungsmittel Hund
    Zu den allergischen Erkrankungen zählen:
  • Heuschnupfen (= Rhinitis allergica) auf Pollen, Tierhaare,
        Schimmelpilze u.a.
  • Allergische Bindehautentzündung (=Conjunctivitis
        allergica)
  • Asthma bronchiale allergicum der Lungen
  • Nahrungsmittel-Allergien
  • Neurodermitis (= atopische Dermatitis, endogenes
        Ekzem)
  • Umwelt-bedingte Erkrankungen
  • Allergische Kontaktdermatitis
  • Intoleranzen auf Medikamente, Farbstoffe und
        Konservierungsmittel
  • Die Allergologie nimmt eine zunehmend
    führende Rolle in der Diagnostik und Be-
    handlung vieler Erkrankungenn der Haut
    und Schleimhäute ein. Eine wichtige Auf-
    gabe von uns Allergologen besteht in der
    Identifizierung der allergischen Auslöser
    Ihrer Erkrankung.

    Epicutan-Testung
    Diese beginnt durch eine umfangreiche Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und ausführlichen Ge-
    sprächen. Leider gerät heutzutage Beides zu kurz! Anschliessend werden durch spezifische Testungen die krankmachenden Antigene weiter definiert.
    Die spezielle Diagnostik umfasst
  • Prick-Testungen
  • Intracutan-Testungen
  • Epicutan-Testungen (Pflastertest)
  • Provokationstestungen
  • Blutuntersuchungen
  • Prick-Testung
    Labormedizin Wir führen alle relevanten Bluttestungen zur Abklärung von Allergien, insbesondere Nahrungsmittel- und Atemwegsallergien (Heuschnupfen, Asthma) im eigenen Spe-
    ziallabor durch. Dieses bedarf spezieller Facharztweiterbildungen, Zusatzausbild-
    ungen und Genehmigungen der Ärzte-
    kammer; diese sind gegeben.
    Bei verpasster Diagnostik entstehen bei 40-60% der Heu-
    schnupfen-Patienten das Risiko irreversibler Asthma-Er-
    krankungen mit schweren Einschränkungen ihres Lebens;
    Nahrungsmittel- und Arzneimittelallergien führen zu chron-
    ischer Nesselsucht und Neurodermitis, Hausstaubmilben-
    und Tierhaarallergien wiederum zu chronischem Asthma
    und atopischem Ekzem.

    Nehmen Sie die Allergie nicht auf die leichte Schulter, ins-
    besondere nicht die Ihrer Kinder! Gerne beraten wir Sie
    auch über Haustierauswahl und -haltung sowie umwelt-
    medizinische Aspekte baulicher Massnahmen zur
    Prophylaxe von Allergien.

    Therapie:
    1. Allergenkarenz:
        Manchmal ist es unumgänglich, die auslösenden
        Allergene zu meiden; so wird beispielsweise das Ent-
        fernen von Zimmerpflanzen und Tierhaaren Ihr Problem
        lösen. Oder ein "Encasing" von Hausstaubmilben-Aus-
        scheidungen lindert Ihre Beschwerden.
        Informatives: Allergologie-Indoor

    2. SIT:
        Bei ubiquitär vorkommenden Allergenen ist eine Meidung
        nicht möglich. Hier bietet sich eine spezifische Immun-
        therapie SIT (frühere Bezeichnungen: Hypo-
        sensibilisierung, Desensibilisierung) an. Gerade bei Atem-
        wegsallergien wie dem Heuschnupfen wird der
        Organismus gegen die allergieauslösenden Substanzen,
        z.B. Pollen, durch wiederholte Injektionen "geimpft". Die
        Heilungsrate beträgt z.B. beim Heuschnupfen bis zu
        90%! Je früher die Therapie erfolgt umso wirkungsvoller.
        Wir behandeln deshalb Kinder ab dem 5.Lebensjahr,
        Schmerzen bereiten die Impfungen nicht! Auch die
        Möglichkeit einer sublingualen Immuntherapie (SLIT;
        hierbei wird das Antigen unter die Zunge getropft oder     als Tablette unter die Zunge gelegt.)
        besteht; internationale Studien belegen auch hier eine
        hohe Effektivität! Impfen ist besser als an irreversiblem
        Asthma zu leiden, welches konsekutiv bei 40-60% der an
        Heuschnupfen erkrankten Patienten im Laufe der Zeit
        eintritt.

    3. Antihistaminika:
        Hier werden sog. H1-Blocker zur symptomatischen Be-
        handlung gegen Ihren Heuschnupfen, Hautallergie,
        Nahrungsmittelallergie u.v.m. gebraucht. Diese Arznei-
        mittel haben in ihrer neuesten Generation mitunter
        weniger Nebenwirkungen als eine alternative Therapie!

    4. Antikörper

        Der rekombinante monoklonale Antikörper Omalizumab     (Xolair ® ) bindet spezifisch an freies IgE (die Allergie     auslösende Immunsubstanz) und unterbricht hiermit die     allergische Reaktion am Beginn der Immunreaktion. Eine     Zulassung liegt bisher nur für das allergische Asthma vor,     denkbar wäre eine Zulassungsausweitung auf andere     Erkrankungen des allergischen Formenkreises     (Neurodermitis, Heuschnupfen etc.). Eine gleichzeitige     spezifische Immuntherapie schliesst sich nicht aus, wird     vielmehr gefordert!


    5. Alternative Therapie:
        Auch die "sanfte Medizin" hat ihre Indikationen bei der
        Behandlung von Allergien. Hier sind die Akupunktur und
        Naturheilmittel zu nennen.

    6. Zukünftige Therapien:
        Zukünftig werden wir mit hochgereinigten Bruchstücken
        von Eiweißmolekülen oder sogar mit nackter DNA (Erb-
        substanz) die spezifische Immuntherapie durchführen.
        Ein weiterer Anstieg der Erfolgsquoten wird hierdurch
        erfolgen. Neue sublinguale (unter die Zunge zu legende)     Therapieverfahren wurden entwickelt, um eine effektive     Heimtherapie ohne die manchmal lästige und     zeitraubende Spritze vorzulegen. Das Präparat Grazax®     (umgangssprachlich: Grastablette) wurde bereits für die     Immuntherapie der Gräser zugelassen; weitere Allergene     wie z.B. Hausstaubmilben werden zukünftig ebenfalls in     diese Tablettenform gebracht.

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