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    Sprechzeiten:

    Mo - Fr 08.00 - 12.00 Uhr
    Di + Do 14.00 - 18.00 Uhr

    (nach Voranmeldung)


    Adresse:

    Rethelstr. 3
    40237 Düsseldorf (Zoo)

    Tel. 0211 - 68 36 37

    info@dr-reinauer.com
  • Informatives: Haarausfall
    Haare Der äussere Eindruck des Menschen wird häufig neben dem Zustand der Haut vom Erscheinungsbild der Haare geprägt.

    Zudem suggerieren uns TV- und Zeitungs-
    werbung die perfekte Illusion vom glänzenden langen Haar nach Gebrauch ihrer Produkte.
    Umso schwerwiegender leiden Menschen an Haarausfall.

    Hierbei gilt es, anlagebedingten männlichen Haarausfall vom weiblichen Haarausfall zu differenzieren.

    1. Weiblicher Haarausfall
    Frauen sind oft sehr verunsichert, wenn sie einen Haaraus-
    fall bemerken. Häufig wird zunächst der Friseur zu Rate ge-
    zogen; nach evtl. Versagen der kosmetischen Produkte wenden sie sich dann an den fachkundigen Hautarzt.
    Entwicklungsphasen
    Die Kopfhaare befinden sich asynchron in verschiedenen Entwicklungsphasen.
    Man unterscheidet zunächst die Wachstumsphase (Anagen), in der das Haar kontinuierlich wächst. Ihr folgt die 2wöchige Übergangsphase (Katagen), danach tritt das Haar für ca. 3 Monate in die Ruhephase (Telogen), in der das Haar ausfällt. Ein neuer Zyklus kann beginnen.

    Die Unterscheidung der Zyklen ist insofern wichtig, als daß der Hautarzt durch Bestimmung des Trichogrammes den überwiegenden Zeitpunkt des krankhaften Geschehens definiert und danach nach der Ursache fahnden kann.

    Leidet die Frau an anlagebedingtem androgenetischen Haar-
    ausfall, sollte eine Hormondifferenzierung erfolgen, die Ein-
    nahme der Hormone
    / Antibabypille diskutiert und Erbfak-
    toren eruiert werden.

    Sollte ein diffuser Haarausfall vorliegen, müssen Infektionen, Stoffwechselerkrankungen, Vitamin- und Spurenelement-
    mangel, Fehlernährung, Vergiftungen, Arzneimittelein-
    nahmen, lokale Kopfhauterkrankungen und Streßsituationen ausgeschlossen werden.

    Die Therapie richtet sich zielgerichtet nach dem Ergebnis der Krankengeschichte, mikroskopischer Differenzierung der Haarwurzeln (Trichogramm) und den Blutuntersuchungen. So werden Magistralrezepturen zusammengestellt, die Hor-
    mone, Minoxidil oder sonstige wirksame Medikamente ent-
    halten. Auch die Einnahme von Medikamenten muß mitunter erfolgen.

    Konsultieren Sie den Facharzt, denn Haarausfall ist heilbar!

    2. Männlicher Haarausfall
    Glatze Die Häufigkeit des männlichen Haarausfall liegt bei ca. 50%! Somit kann eigentlich nicht von einer Erkrankung gesprochen werden.
    Umso verwunderlicher, daß immer häufiger durch eine Glatzenbildung berufliche und private Nachteile erwachsen. Gewollt ist
    Vitalität - und die ist nicht vereinbar mit Geheimratsecken und Tonsur?

    Die daran erkrankten Männer leiden stark unter ihrem Er-
    scheinungsbild, psychische Probleme können hieraus er-
    wachsen.
    Glatzenstadien

    Wir unterscheiden 4 Grade des männlichen Haarausfalles (nach Braun-Falco), die uns Auskunft über den Fortschritt und die Reversibilität des Haarausfalles geben.

    Ursächlich sind hier meist die männlichen Hormone, die sog. Androgene, in Verbindung mit genetischer Ver-
    anlagung. Aber auch innere Erkrankungen (siehe Haaraus-
    fall der Frau) können zum männlichen Haarsausfall führen.

    Deshalb erfolgt hier ebenfalls eine Differenzierung der Haar-
    wurzeln (Trichogramm) in Verbindung mit einer Blutabnahme zur Aufdeckung versteckter Erkrankungen.

    Ist die Diagnose einer männlichen Haarausfall gesichert, bieten sich verschiedene Therapieoptionen an:

    1. Äusserliche Behandlung:
        Hier kennen wir sichere Erfolge mit hormonhaltigen oder
        minoxidilhaltigen Haarwässern. Minoxidil wirkt über eine
        allgemeine Anregung des Haarwachstumes, Alfatradiol
        hemmt die Aktivierung männlicher Hormone am Haar-
        Rezeptor.

    2. Innere Behandlung:
        Seit vielen Jahren setzen wir Finasterid (Propecia) zur Be-
        handlung des männlichen Haarausfalles ein. Finasterid
        hemmt ein Enzym (5-α-Reduktase); hierdurch reduziert
        sich das Hormon DHT (Dihydrotestosteron) im peripheren
        Blut und an den Geweben um 60-70%. Durch Einnahme
        von 1mg/Tag wird bei über 90% der Behandelten der
        Haarverlust gestoppt und die Haarfülle wieder verdichtet,
        die "Uhr" sogar um bis zu 1,5 Jahr zurückgedreht.

        Die Therapie muss allerdings lebenslang durchgeführt
        werden.

        Nebenwirkungen werden mitunter gerade von der
        Boulevard-Presse diskutiert und betreffen ein Absinken
        der Libido, eine erektile Dysfunktion und subjektiv
        empfundene Störungen des Sexuallebens; kontrollierte
        Studien können dieses nicht nachvollziehen.

        Aufgrund der inneren Einnahme sollten vorbestehende
        Erkrankungen der Leber und des Hormonhaushaltes
        ausgeschlossen werden.

        Die Kosten werden weder von privaten noch von
        gesetzlichen Krankenkassen-Versicherungen über-
        nommen.

    3. Chirurgische Option:
        Durch Transplantation von Mikrografts aus dem nicht be-
        troffenen Hinterkopfbereich in die Glatzenareale hinein
        wird das Erscheinungsbild gebessert (s. Elton John).

        Diese Möglichkeit sollte nur erfahrenen Operateuren
        vorbehalten bleiben.

    Zum Schluss noch einige allgemeine Tipps:
    1. Verzichten Sie möglichst auf Tönungen, Färbungen und
        Dauerwellen Ihrer Haare.
    2. Vorsicht vor heissem Fönen, aggressiven Styling-Gelen
        und stark alkalihaltigen Shampoos.
    3. Muten Sie Ihren Haarwurzeln keine starke mechanische
        Beanspruchung zu (z.B. strenger Pferdeschwanz,
        minderwertige Bürsten und Kämme).
    4. Reduzieren Sie Ihren Kaffee-, Tee- und Alkoholkonsum.
    5. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung; Vegetarier
        sollten ihren Vitaminhaushalt regelmässig überprüfen
        lassen.

    Bleiben Sie gesund!

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