Wir unterscheiden
4 Grade des
männlichen Haarausfalles (nach Braun-Falco),
die uns Auskunft über den Fortschritt
und die Reversibilität des Haarausfalles
geben.
Ursächlich
sind hier meist die männlichen
Hormone, die sog. Androgene, in Verbindung
mit genetischer Ver-
anlagung. Aber auch innere
Erkrankungen (siehe Haaraus-
fall der Frau)
können zum männlichen Haarsausfall
führen.
Deshalb erfolgt hier ebenfalls eine Differenzierung
der Haar-
wurzeln (Trichogramm) in Verbindung
mit einer Blutabnahme zur Aufdeckung versteckter
Erkrankungen.
Ist
die Diagnose einer männlichen Haarausfall
gesichert, bieten sich verschiedene Therapieoptionen
an:
1. Äusserliche
Behandlung:
Hier kennen wir sichere
Erfolge mit hormonhaltigen oder
minoxidilhaltigen
Haarwässern. Minoxidil wirkt über
eine
allgemeine Anregung
des Haarwachstumes, Alfatradiol
hemmt die Aktivierung
männlicher Hormone am Haar-
Rezeptor.
2. Innere Behandlung:
Seit vielen Jahren
setzen wir Finasterid (Propecia) zur Be-
handlung des männlichen
Haarausfalles ein. Finasterid
hemmt
ein Enzym (5-α-Reduktase); hierdurch
reduziert
sich
das Hormon DHT (Dihydrotestosteron) im peripheren
Blut und an den Geweben
um 60-70%. Durch Einnahme
von 1mg/Tag wird bei
über 90% der Behandelten der
Haarverlust gestoppt
und die Haarfülle wieder verdichtet,
die "Uhr"
sogar um bis zu 1,5 Jahr zurückgedreht.
Die Therapie muss
allerdings lebenslang durchgeführt
werden.
Nebenwirkungen werden
mitunter gerade von der
Boulevard-Presse diskutiert
und betreffen ein Absinken
der Libido, eine erektile
Dysfunktion und subjektiv
empfundene Störungen
des Sexuallebens; kontrollierte
Studien können dieses
nicht nachvollziehen.
Aufgrund der inneren
Einnahme sollten vorbestehende
Erkrankungen der Leber
und des Hormonhaushaltes
ausgeschlossen werden.
Die Kosten werden
weder von privaten noch von
gesetzlichen Krankenkassen-Versicherungen
über-
nommen.
3.
Chirurgische Option:
Durch
Transplantation von Mikrografts aus dem nicht
be-
troffenen Hinterkopfbereich
in die Glatzenareale hinein
wird das Erscheinungsbild
gebessert (s. Elton John).
Diese Möglichkeit
sollte nur erfahrenen Operateuren
vorbehalten bleiben.
Zum Schluss noch
einige allgemeine Tipps:
1. Verzichten Sie möglichst auf Tönungen,
Färbungen und
Dauerwellen Ihrer
Haare.
2. Vorsicht vor heissem Fönen, aggressiven
Styling-Gelen
und stark alkalihaltigen
Shampoos.
3. Muten Sie Ihren Haarwurzeln keine starke
mechanische
Beanspruchung zu (z.B.
strenger Pferdeschwanz,
minderwertige Bürsten
und Kämme).
4. Reduzieren Sie Ihren Kaffee-, Tee- und
Alkoholkonsum.
5. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung;
Vegetarier
sollten ihren Vitaminhaushalt
regelmässig überprüfen
lassen.
Bleiben Sie gesund! |