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    Sprechzeiten:

    Mo - Fr 08.00 - 12.00 Uhr
    Di + Do 14.00 - 18.00 Uhr

    (nach Voranmeldung)


    Adresse:

    Rethelstr. 3
    40237 Düsseldorf (Zoo)

    Tel. 0211 - 68 36 37

    info@dr-reinauer.com
  • Informatives: Neue Therapien bei Hauterkrankungen
    Die Medizin unterliegt einem stetigen Wandel.

    Wissenschaftliche Ergebnisse finden schnell Einzug in die Be-
    handlung von Erkrankungen. Durch zunehmende Kenntnis über das Immunsystem des Menschen aus der Aids- und gentechnologischen Forschung sowie der Transplantations-
    medizin kommen diese Fortschritte häufig dermatologisch und allergologisch Erkrankten zugute.

    An dieser Stelle sollen aktualisierend neue Therapiestrate-
    gien vorgestellt und besprochen werden, weitere Infor-
    mationen erhalten Sie natürlich in meiner Sprechstunde.

    Immunmodulation mit Pimecrolimus (Elidel, Douglan®) und Tacrolimus (Protopic®)
    Die atopische Dermatitis (Neurodermitis) ist eine chronisch anhaltende Hautkrankheit, für die bis heute noch keine voll-
    ständige Heilungsmöglichkeit besteht. Doch durch ein ef-
    fektives Langzeitmanagement können die für diese Erkran-
    kung typischen Schübe bekämpft, die schubfreie Zeit ver-
    längert und teilweise neue Schübe sogar verhindert werden.

    Bisher behandelten wir in akuten Phasen und Schüben mit externen Glucocorticoiden (sog. "Cortisonen"), ansonsten mit rückfettenden Salben.

    Neu ist hierbei die Therapie einer Immunmodulation:
    A. Pimecrolimus (Elidel, Douglan®)
        
    Der neue nicht-steroidale Zytokin-Hemmer Pimecrolimus
        ist seit 2002 zur Neurodermitis-Therapie in Deutschland
        zugelassen. Pimecrolimus ist eine Substanz aus der
        Gruppe der Immunsupressiva. Sie blockieren wie Kortison
        eine Entzündungsreaktion in der Haut.

        Pimecrolimus ist eine Alternative zu äusserlichen Cortison-
        Therapie, ohne deren Nebenwirkungen wie Hautver-
        dünnung oder Gefäßbrüchigkeit bei der Langzeitbe-
        handlung zu haben. Pimecrolimus liegt uns als Cremeform
        vor. Die Nebenwirkungen betreffen eine Rötung, Juckreiz,
        Brennen und Schwellungen im Bereich des Auftragens;
        diese sind mit der Behandlungsdauer rückläufig. Es em-
        pfiehlt sich jedoch ein genaues Timing der Therapie bei
        entsprechender Aktivität der Erkrankung. Zusätzlich ist
        eine erhöhte Infektanfälligkeit beschrieben.

    B. Tacrolimus (Protopic®)
        
    Tacrolimus, das in Salbenform auf das Immunsystem der
        Haut einwirkt, war als erster Immunmodulator unter dem
        Markennamen Protopic® zur Behandlung der atopischen
        Dermatitis zugelassen worden. Die lokale Wirkung von
        Tacrolimus auf die Haut der Patienten mit atopischer
        Dermatitis wird über verschiedene Zelltypen des Immun-
        systems, wie z.B. T-Zellen, antigen-präsentierenden
        Zellen und inflammatorische Zellen vermittelt.

        Nebenwirkungen: Lokale Entzündungsreaktionen der
        Haut kommen als häufige Nebenwirkung vor. An der be-
        handelten Stellen der Haut kann es zu Infektionen kom-
        men. Aufgrund von möglichen phototoxischen Effekten
        und Suppression des Immunsystemes sollten die Haut-
        partien, die mit Tacrolimus behandelt werden, nicht der
        Sonne ausgesetzt werden.

        Eine neue Indikation der Tacrolimus-Therapie betrifft die
        Behandlung der Vitiligo (Weißfleckenkrankheit). Erstaun-
        liche überzeugende Resultate lassen Hoffnung bei den
        unter Vililigo sehr leidenden Menschen aufkommen.

        Auch bei der Psoriasis können bei leichteren Formen
        positive Ergebnisse dargestellt werden.

    Immunodulation bei Psoriasis: Biologics
    Mit einer Häufigkeit von 2-3 % der Bevölkerung gehört sie Psoriasis (Schuppenflechte) zu den häufigsten Dermatosen. Die bisherigen Therapien waren vielfach auf die Haut be-
    schränkt.

    Die Fumarsäure (Fumaderm®) hat sich mittlerweile als sich-
    eres intern zu verabreichendes Therapeutikum etabliert. In Zukunft wird es eine hochgereinigte Monoform der Fumar-
    säure geben, die ebenfalls in den U.S.A. die Zulassung an-
    strebt.

    Biologics sind zielgerichtete therapeutische Einheiten, die biotechnologisch hergestellt werden und bestimmte Vor-
    läufer der Psoriasis-Erkrankung attackieren.

    Bisherige Zulassungen gibt es für: Efalizumab (Raptiva®), Infliximab (Remicade®), Etanercept (Enbrel®) und Alefacept (Amevive®).

    Aufgrund der neuen Gruppe dieser Medikamente, fehlender Langzeitstudienergebnisse sowie hoher Therapiekosten sol-
    lte der Einsatz der Biologics auf schwer an Psoriasis er-
    krankte Patienten beschränkt bleiben, bei denen bisher eine klassische Therapie versagte.

    Nebenwirkungen der Therapie mit Biologics betreffen grippeähnliche Symptome nach Injektion, allergische Reak-
    tionen und Blutbildveränderungen.

    Immunmodulation mit Imiquimod
    Imiquimod (Aldara®) wird in der Dermatologie schon seit ge-
    raumer Zeit erfolgreich zur Behandlung von Feigwarzen im Genitoanalbereich angewendet. Seit vielen Jahren kennen wir aus den U.S.A. therapeutisch Wirkungen bei aktinischen Keratosen (Leistungsspektrum: Photodynamischetherapie) (Lichtschwielen) und Krebserkrankungen (Basalcell-Carci-
    nome) (Informatives-Sonne+Hautkrebs), die Zulassung hier-
    für ist in Deutschland nun auch erfolgt. Die Creme wird über einige Wochen 5x/Woche auf die zu behandelnden Stellen aufgetragen; nach einer heftigen Entzündungsreaktion heil-
    en die Stellen meist narbenlos ab.

    Einige positive Studien liegen auch über die Behandlung von Hand- und Fußwarzen vor.

    Immunmodulation bei Allergien
    Im Bereich der spezifischen Immuntherapie werden wir zu-
    künftig mit hochgereinigten Bruchstücken von Eiweißmole-
    külen oder sogar mit nackter DNA (Erbsubstanz) die Impfun-
    gen durchführen. Ein weiterer Anstieg der Erfolgsquoten wird hierdurch erfolgen.

    Photodynamische Therapie
    Hierbei werden durch einen Farbstoff (Metvix) Krebszellen oder Vorläufer dieser selektiv erkannt und im nachhinein mit kaltem Rotlicht der Wellenlänge 632nm für ca. 8 Minuten be-
    strahlt. Aufgrund der Genialität und Wirksamkeit habe ich die photodynamische Therapie in einem eigenen Kapitel be-
    schrieben (Leistungsspektrum: Photodynamischetherapie, Informatives: Sonne+Hautkrebs)
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