Je früher eine Therapie hier eingeleitet wird, wir empfehlen das frühe
Schulalter, desto grösser die Aussicht
auf Heilung einer sich immer weiter ausbreitenden
Volkserkrankung.
Auch Klimaveränderungen
belasten Pollenallergiker!
Die Pollensaison ist in den vergangene Jahren
immer länger und heftiger geworden. Eine Untersuchung,
die die Daten von Jahrzehnten auswertete,
zeigt einen Zusammenhang mit der Klimaerwärmung!
1. Start und Höhepunkt der Pollensaison haben
sich bei den
Frühblühern wie etwa
der Birke im Kalender im Schnitt um
20 Tage nach vorne
verschoben. Auch Patienten, die
etwa auf Gräser allergisch
reagieren, müssen schon im
April mit Niesattacken
rechnen.
2. Eine zeitliche Ausdehnung des Pollenfluges
trat ein;
einige Pflanzen blühen
jetzt länger.
3. Eine insgesamt höhere quantitative Pollenbelastung
(Pollen pro m3) erzeugt
aggressivere Krankheitsbilder.
 |
 |
Neuerdings leiden immer mehr Menschen an Allergien auf das beifussblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemiisifolia, engl.: ragweed). Durch die Klimaerwärmung breitet es sich immer weiter Richtung Norden aus.Die Blühzeit liegt im Spätsommer. |
12% unserer Bevölkerung ist schon betroffen, Tendenz steigend!
Eschenbäume wurden v.a. in der Schweiz durch Beschneidung und Verfütterung an das Vieh dezimiert; diese Beschneidung tritt immer mehr in den Hintergrund und schon finden wir eine Zunahme der Pollenmenge zur Zeit der Birkenblühperiode. Achtung: Olivenbaumpollen kreuzreagieren hier, sodass ein Urlaub im Mittelmeerraum zum Problem werden kann.
Was bedeutet dieses für Ihren Heuschnupfen?
Ihre Krankheitssymptome werden unbehandelt
in den näch-
sten Jahren früher beginnen und länger anhalten.
Insbesondere das Risiko, an einem sog. Etagenwechsel
wie Asthma der Lungen zu erkranken, wird in
allernächster Zu-
kunft auf 60-70% steigen!
Therapie
Therapiert wird zunächst mit symptomatischen
Maßnahmen: Augentropfen, Nasensprays, Lungensprays
und Antihista-
minika (antiallergische Tabletten). Diese
sind in ihrer neu-
esten Generation sehr effektiv
und besitzen nur ein niedriges Nebenwirkungspotential.
Die eigentliche grundlegende Therapie jedoch
kann nur die spezifische Immuntherapie (SIT, früher: Hypo- oder Desen-
sibilisierung) bieten. Hierbei werden geringe
Mengen hoch-
gereinigter Allergoide (allergieauslösende
Substanz) vor der Pollenflugsaison unter die
Haut gebracht, um den Körper an die Allergene
zu gewöhnen. Diese Toleranzinduktion
bietet sich als klassische Therapie mit ca.
12 Spritzen/Jahr oder als Kurzzeit-Immunisierung
mit 5-7 Injektionen über einen Zeit-
raum
von 2-3 Monaten an.
|