Informatives: Allergologie-Pollen/Heuschnupfen

 

Das erste Frühlingserwachen der Natur ist ein für viele sehnsüchtig erwartetes Ereignis. Aber

  • Fließschnupfen
  • Entzündungen der Nasennebenhöhlen
  • Jucken und Kribbeln der Augen
  • Juckreiz der Nasenschleimhaut, des Rachens, des
    Gehörganges,
  • ein gestörtes Geruchs- und Geschmacksempfinden
  • Atemnot
  • Fieber
  • allgemeine Abgeschlagenheit
  • Gereiztheit, Schlafstörungen
    trüben dieses Naturschauspiel.

 

Erle

Die Ursache für derartige Beschwerden
kann in Pollen, die von Pflanzen an die Luft
abgegeben werden, liegen. Das Auftreten
der Pollen ist jahreszeitlich begrenzt.


  • Im Frühjahr finden sich grosse Mengen von Hasel-, Erle und Birkenpollen.
  • Im Sommer fliegen Gräser und Getreidepollen (Achtung: hierauf auch Schimmelpilzsporen!) in grossen Mengen.
  • Es folgen jahreszeitlich die Sommerkräuter, hier finden Spitzwegerich und Beifuss Beachtung.

 

 

Neben dem Studium von Pollenflugkalendern können auch aktuelle Informationen über Servicenummern / Internet / aus der Tageszeitung abgefragt werden (siehe unsere Links).

Die eigentlichen Allergene sind Eiweißstoffe, die Proteine.
Erst nach dem Herauswaschen aus ihren Trägern, den Pol-
len, können diese Eiweißmoleküle mit den Zellen des Immun-
systemes reagieren. Dieser Vorgang findet auf den Schleim-
häuten von Augen, Nase, Schlund und Lunge statt. Nach Sensibilisierung erfolgt eine Abwehrreaktion des mensch-
lichen Immunsystemes. Niesreiz entfernt Pollen aus dem Nasenrachenraum, Husten aus dem Schlund- und Lungen-
raum, Augentränen waschen Partikel aus dem Bereich der Bindehäute heraus - die Symptome des Heuschnupfens und Asthmas werden somit erklärbar.
Leider werden diese Symptome häufig nur verniedlicht! Einen scheinbar kleinen Heuschnupfen ernst nehmen?

 

Wir können nur mit Nachdruck
hierzu raten, grosse Gefahren
nicht zu übersehen! Denn häufig
bleibt es mit den Jahren nicht
beim Heuschnupfen, sondern ein
Etagenwechsel tritt bei bis zu
40% der Patienten ein. Er gipfelt
im Befalll der Lungenschleimhäute
dem Asthma bronchiale allergicum.

Erle

Je früher eine Therapie hier eingeleitet wird, wir empfehlen
das frühe Schulalter, desto grösser die Aussicht auf Heilung
einer sich immer weiter ausbreitenden Volkserkrankung.

Auch Klimaveränderungen belasten Pollenallergiker!
Die Pollensaison ist in den vergangene Jahren immer
länger und heftiger geworden. Eine Untersuchung,
die die Daten von Jahrzehnten auswertete, zeigt einen
Zusammenhang mit der Klimaerwärmung!


1. Start und Höhepunkt der Pollensaison haben sich bei den
Frühblühern wie etwa der Birke im Kalender im Schnitt um
20 Tage nach vorne verschoben. Auch Patienten, die
etwa auf Gräser allergisch reagieren, müssen schon im
April mit Niesattacken rechnen.

2. Eine zeitliche Ausdehnung des Pollenfluges trat ein;
einige Pflanzen blühen jetzt länger.

3. Eine insgesamt höhere quantitative Pollenbelastung
(Pollen pro m3) erzeugt aggressivere Krankheitsbilder.

Was bedeutet dieses für Ihren Heuschnupfen?
Ihre Krankheitssymptome werden unbehandelt in den
nächsten Jahren früher beginnen und länger anhalten.
Insbesondere das Risiko, an einem sog. Etagenwechsel
wie Asthma der Lungen zu erkranken, wird in allernächster
Zukunft auf 60-70% steigen!

Therapie
Therapiert wird zunächst mit symptomatischen Maßnahmen:
Augentropfen, Nasensprays, Lungensprays und Antihista-
minika (antiallergische Tabletten). Diese sind in ihrer neu-
esten Generation sehr effektiv und besitzen nur ein
niedriges Nebenwirkungspotential.

Die eigentliche grundlegende Therapie jedoch kann
nur die spezifische Immuntherapie (SIT, früher: Hypo-
oder Desensibilisierung) bieten. Hierbei werden
geringe Mengen hochgereinigter Allergoide
(allergieauslösende Substanz) vor der Pollenflugsaison
unter die Haut gebracht, um den Körper an die
Allergene zu gewöhnen. Diese Toleranzinduktion bietet
sich als klassische Therapie mit ca. 12 Spritzen/Jahr
oder als Kurzzeit-Immunisierung mit 5-7 Injektionen
über einen Zeitraum von 2-3 Monaten an.

Eine sublinguale Immuntherapie (SLIT)
bietet sich als Alternative zur subkutanen
Injektionstechnik an. Hier werden die
Lösungen jeden Morgen vom Patienten
selbst unter die Zunge gebracht.

Lösung

Neue Studien über eine ultra-rush-Therapie lassen die Quoten
des Erfolges in die Höhe schnellen! Wir verwenden die SLIT
gerne bei unlösbaren Terminproblemen, längeren Auslands-
aufenthalten oder Injektionsängsten. 
Welche spezifische
Immuntherapie SIT für Sie die Richtige ist, werden wir in
Gesprächen und nach Durchführung der diagnostischen
Massnahmen klären können.

Sichern Sie sich und Ihren Kindern die Chance auf Heilung !

  

Nützliche Tipps:

 

  • In den Morgen- und Mittagsstunden befinden sich die
    meisten Pollen in der Luft. Halten Sie zu diesem Zeitpunkt
    Ihre Fenster geschlossen oder sichern Sie diese mit
    hochwertigen Pollengittern. Verzichten Sie jetzt besser
    auf Spaziergänge und das Fahrradfahren. Nutzen Sie
    ruhig einmal die Zeit des Regens und unmittelbar danach!
  • Häufiges feuchtes Wischen der Wohnung senkt die
    Pollenkonzentration herab
  • Es empfiehlt sich das Abduschen, insbes. der Haare, vor
    dem Zubettgehen, um Pollen herauszuwaschen.
  • Gartenarbeiten, v.a. Rasenmähen, sowie intensive
    sportliche Betätigungen sollten Sie während des
    Pollenfluges vermeiden.
  • Vorsicht beim Genuß von Honig und Kräutertees; sie
    können allergieauslösende Pollenrückstände enthalten.
  • Richten Sie Ihre Urlaubsplanung nach dem Pollenflug und
    bevorzugen Sie Gebiete mit geringem Pollenflug (Meer,
    Wüste, Gebirge > 2000m).

 

Wir wünschen Ihnen eine gute Besserung!

Dr.med. Stephen Reinauer

Hautarzt / Allergologie

 

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