Informatives: Haarausfall

Haare

Der äussere Eindruck des Menschen wird häufig

neben dem Zustand der Haut vom Erscheinungs-
bild
der Haare geprägt. Zudem suggerieren uns

TV- und Zeitungswerbung die perfekte Illusion vom

glänzenden langen Haar nach Gebrauch ihrer Produkte.

Umso schwerwiegender leiden Menschen an Haarausfall. Hierbei gilt es, anlagebedingten männlichen Haarausfall vom weiblichen Haarausfall

zu differenzieren.

1. Weiblicher Haarausfall
Frauen sind oft sehr verunsichert, wenn sie einen Haarausfall bemerken.

Häufig wird zunächst der Friseur zu Rate gezogen; nach evtl. Versagen der kosmetischen Produkte wenden sie sich dann an den fachkundigen Hautarzt.

Entwicklungsphasen

Die Kopfhaare befinden sich asynchron in verschiedenen
Entwicklungsphasen. Man unterscheidet zunächst die
Wachstumsphase (Anagen), in der das Haar kontinuierlich wächst.

Ihr folgt die 2wöchige Übergangsphase (Katagen), danach tritt das
Haar für ca. 3 Monate in die Ruhephase (Telogen), in der das
Haar ausfällt. Ein neuer Zyklus kann beginnen.

Die Unterscheidung der Zyklen ist insofern wichtig, als daß der
Hautarzt durch Bestimmung des Trichogrammes den über-
wiegenden Zeitpunkt des krankhaften Geschehens definiert und
danach nach der Ursache fahnden kann.

Leidet die Frau an anlagebedingtem androgenetischen
Haarausfall, sollte eine Hormondifferenzierung erfolgen,
die
Einnahme der Hormone / Antibabypille diskutiert

und Erbfaktoren eruiert werden.

Sollte ein diffuser Haarausfall vorliegen, müssen
Infektionen, Stoffwechselerkrankungen, Vitamin- und Spuren-
elementmangel, Fehlernährung, Vergiftungen, Arzneimittel-
einnahmen, lokale Kopfhauterkrankungen und Streßsituationen
ausgeschlossen werden.
Die Therapie richtet sich zielgerichtet nach dem Ergebnis
der Krankengeschichte, mikroskopischer Differenzierung
der Haarwurzeln (Trichogramm) und den Blutuntersuchungen.

So werden Magistralrezepturen zusammengestellt, die Hormone,
Minoxidil oder sonstige wirksame Medikamente enthalten.
Auch die Einnahme von Medikamenten muß mitunter erfolgen.

Konsultieren Sie den Facharzt, denn Haarausfall ist heilbar!

2. Männlicher Haarausfall

Die Häufigkeit des männlichen Haarausfall liegt bei

ca. 50%! Somit kann eigentlich nicht von einer

Erkrankung gesprochen werden.
Umso verwunderlicher, daß immer häufiger durch

eine Glatzenbildung berufliche und private Nachteile erwachsen. Gewollt ist

 

Vitalität - und die ist nicht vereinbar mit Geheimratsecken und Tonsur?

Die daran erkrankten Männer leiden stark unter ihrem Er-
scheinungsbild, psychische Probleme können hieraus er-
wachsen.

 


Die Häufigkeit des männlichen Haarausfall liegt bei ca. 50%! Somit kann eigentlich nicht von einer Erkrankung gesprochen werden.
Umso verwunderlicher, daß immer häufiger durch eine Glatzenbildung berufliche und private Nachteile erwachsen. Gewollt ist

 

Vitalität - und die ist nicht vereinbar mit Geheimratsecken und Tonsur?

Die daran erkrankten Männer leiden stark unter ihrem Er-
scheinungsbild, psychische Probleme können hieraus er-
wachsen.

 

Glatzenstadien

Wir unterscheiden 4 Grade des männlichen Haarausfalles

(nach Braun-Falco), die uns Auskunft über den Fortschritt

und die Reversibilität des Haarausfalles geben.

Ursächlich sind hier meist die männlichen Hormone, die

sog. Androgene, in Verbindung mit genetischer Ver-
anlagung. Aber auch innere Erkrankungen (siehe Haaraus-
fall der Frau) können zum männlichen Haarsausfall führen.

Deshalb erfolgt hier ebenfalls eine Differenzierung der Haar-
wurzeln (Trichogramm) in Verbindung mit einer Blutabnahme

zur Aufdeckung versteckter Erkrankungen.

Ist die Diagnose einer männlichen Haarausfall gesichert,

bieten sich verschiedene Therapieoptionen an:
1. Äusserliche Behandlung:
Hier kennen wir sichere Erfolge mit hormonhaltigen oder
minoxidilhaltigen Haarwässern. Minoxidil wirkt über eine
allgemeine Anregung des Haarwachstumes, Alfatradiol
hemmt die Aktivierung männlicher Hormone am Haar-
Rezeptor.

2. Innere Behandlung:
Seit vielen Jahren setzen wir Finasterid (Propecia) zur Be-
handlung des männlichen Haarausfalles ein. Finasterid
hemmt ein Enzym (5-α-Reduktase); hierdurch reduziert
sich das Hormon DHT (Dihydrotestosteron) im peripheren
Blut und an den Geweben um 60-70%. Durch Einnahme
von 1mg/Tag wird bei über 90% der Behandelten der
Haarverlust gestoppt und die Haarfülle wieder verdichtet,
die "Uhr" sogar um bis zu 1,5 Jahr zurückgedreht.
Die Therapie muss allerdings lebenslang durchgeführt
werden.
Nebenwirkungen werden mitunter gerade von der
Boulevard-Presse diskutiert und betreffen ein Absinken
der Libido, eine erektile Dysfunktion und subjektiv
empfundene Störungen des Sexuallebens; kontrollierte
Studien können dieses nicht nachvollziehen.
Aufgrund der inneren Einnahme sollten vorbestehende
Erkrankungen der Leber und des Hormonhaushaltes
ausgeschlossen werden.

Die Kosten werden weder von privaten noch von
gesetzlichen Krankenkassen-Versicherungen über-
nommen.

3. Chirurgische Option:
Durch Transplantation von Mikrografts aus dem nicht be-
troffenen Hinterkopfbereich in die Glatzenareale hinein
wird das Erscheinungsbild gebessert (s. Elton John).

Diese Möglichkeit sollte nur erfahrenen Operateuren
vorbehalten bleiben.

Zum Schluss noch einige allgemeine Tipps:
1. Verzichten Sie möglichst auf Tönungen, Färbungen und
Dauerwellen Ihrer Haare.
2. Vorsicht vor heissem Fönen, aggressiven Styling-Gelen
und stark alkalihaltigen Shampoos.
3. Muten Sie Ihren Haarwurzeln keine starke mechanische
Beanspruchung zu (z.B. strenger Pferdeschwanz,
minderwertige Bürsten und Kämme).
4. Reduzieren Sie Ihren Kaffee-, Tee- und Alkoholkonsum.
5. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung; Vegetarier
sollten ihren Vitaminhaushalt regelmässig überprüfen
lassen.

Bleiben Sie gesund!

Dr.med. Stephen Reinauer

Hautarzt / Allergologie

 

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